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Выставка к 100-летию экспрессионизма/100 Jahre Expressionismus

Die Ausstellung Berlin-Vilnius-Moskau ist dem 100-sten Jahrestag des Expressionismus – einer wichtigen avantgardistischen Stilrichtung der bildenden Kunst, die vor hundert Jahren einen starken Einfluss auf die ganze Weltkunst ausgeübt hat,  gewidmet. Der Expressionismus (vom lat. expressio = Ausdruck) zeigte sich besonders prägnant in Deutschland. Entstanden in der bildenden Kunst (die Künstlervereinigung „Die Brücke”, 1905; “Der Blaue Reiter”, 1911), bekam er seinen Namen erst im Jahre 1911, genau vor 100 Jahren, als der Begriff „ der Expressionismus“ zum ersten Mal in der deutschen Zeitschrift „Der Sturm“ („Der Sturm, 1910-1932) vom Gründer dieser Zeitschrift H. Walden (1878 – 1941) verwendet wurde. Der Begriff „der Expressionismus“ selbst wurde vom tschechischen Kunsthistoriker Antonin Mateschek im Jahre 1910 im Gegensatz zum „Impressionismus“ eingeführt. 

Das Prinzip der subjektiven Interpretation der Wirklichkeit dominiert im Expressionismus über die Welt der primären sinnlichen Wahrnehmungen, die einen Stamm für die Kunstgestalt im Impressionismus bilden, d.h. das Ausdrucksprinzip herrscht über die Abbildung vor.

Bis zu heutigen Tagen hin entstehen ab und zu die Tendenzen des Expressionismus in der Bildenden Kunst und werden durch das Bestreben zu einer Deformierung oder Stilisierung von Formen, zur Dynamik, Exaltiertheit oder Groteske wegen der emotionellen Ausdruckskennzeichnung der Gestalt oder des emotionellem Zustandes des Künstlers selbst gekennzeichnet.

Der Individualismuskult im Expressionismus verbindet sich in der Malerei mit einem ständigen Bestreben der Künstler sich zu vereinigen. Eine erste solche Künstlervereinigung der Expressionisten, hauptsächlich aus deutschen Malern bestehend, war die im Jahre 1905 gegründete Vereinigung „Die Brücke”, die bis 1913 existierte. Die Hauptvertreter dieser Vereinigung waren: E.L. Kirchner (1880-1938), E. Heckel (1883-1970), E. Holde (1867-1956),  M. Pechstein (1881-1955), K. Schmidt-Rottluff (1884-1976). Der Name „Die Brücke” wurde von Schmidt-Rottluff vorgeschlagen; nach seinem Ermessen solle der Name das Bestreben der Künstlervereinigung wiedergeben, alle neuen künstlerischen Richtungen zu vereinigen, und im tiefen Sinne ihr Schaffen als eine Brücke  in die Kunst der Zukunft symbolisieren.

Der russische Künstler Wassily Kandinsky (1866-1944) hat zugleich mehrere Künstlergruppen: „Phalanx“ (1901-1904), „Neue Künstlervereinigung München“ (1909-1911) und den berühmtesten Almanach und die Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ (1911-1914), der die bekannten russischen Vertreter des Expressionismus Alexej Jawlenskij (1864-1941), Marianna Werjowkina (1860-1938) angehörten, ins Leben gerufen.

Die Tätigkeit dieser Vereinigungen war von einer großen Bedeutung für die Entwicklung des Expressionismus in der Bildenden Kunst, und die Künstler, die diesen Vereinigungen angehörten, konnten die Ästhetik auf neue Art begreifen und einen Kunststil schaffen, der einen neuen Ansatz zur Wahrnehmung der Wirklichkeit darstellt und einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Kunst ausübt.

Zur Feier des hundertsten Jahrestages der Entstehung des Expressionismus beschloss die Galerie „Non omnes“ eine Ausstellung der modernen Künstler  zu veranstalten. Die Idee dieser Ausstellung wurde von der Gruppe litauischer Künstler „Die Brücke” („Tiltas“) mit dem Künstler S. Kruopis an der Spitze unterstützt. S. Kruopis propagiert seit vielen Jahren die Ideen des Expressionismus und veranstaltet die Pleinairtreffen in der litauischen Stadt Nida, in der deutsche Künstler eben vor hundert Jahren ihre Pleinairwerke schufen.. Hier sind die Geschichte der Entstehung der Künstlergruppe „Die Brücke“ und alle Pleinairtreffen der deutschen Maler, die in Nida stattfanden und an denen auch litauische Künstler teilnahmen, ausführlich beschrieben.

Mit Rücksicht auf einen gemeinsamen Beitrag zur Entwicklung des Expressionismus bei den Künstlern in Deutschland, Litauen und Russland, sowie auf das hundertjährige Jubiläum dieser avantgardistischen Stilrichtung in der Kunst hat die Galerie „Non omnes“ im Rahmen des Artprojektes „Brücken der Kultur“ eine Ausstellung „Berlin-Vilnius-Moskau“ veranstaltet. Die Konzeption dieser Ausstellung wurde eben von der Idee von K. Schmidt-Rottluff über die Vereinigung unterschiedlicher künstlerischen Richtungen und deren schöpferische Suche ins Leben gerufen. In der Ausstellung sind die Trends, Traditionen und Besonderheiten der modernen Malerei bei den Künstlern dieser drei Länder wiedergeben.

In der Exposition sind zweiundsiebzig Gemälde von 22 Künstlern (in der Catalog – 18), die durch Liebe und Treue zum Expressionismus in der Kunst vereinigt sind, dargestellt. Trotz der geringen Zahl der Teilnehmer ist die Exposition vielfältig und eigenartig in ihrer historischen Bedeutung, weil keine ähnlichen Ausstellungen der modernen expressionistischen Gemälde früher veranstaltet worden sind. Zweiundsiebzig Gemälde der Exposition können gewiss nur eine annähernde Vorstellung über den Zustand dieser Stilrichtung geben.

Von besonderem Interesse ist das so genannte „darstellende Gesicht“ der Exposition. Die Unähnlichkeit der bildlich-plastischen Konzeptionen der Bilder, die Eigenart der Technik – eben das bildet die Schärfe und das künstlerische Interesse zur Ausstellung. Die Grundlage der Malerei aller Künstler ist die Tradition des Expressionismus, die von ihnen als ein Modell der emotionellen Erkenntnis der Welt durch persönliche Eindrücke wahrgenommen wurde und welche sie durch zauberhafte Farben und expressive Formen der Pinselstriche zum Ausdruck bringen. Dabei ist ihr Schaffen individuell, stilistisch einander unähnlich. Sie alle bleiben der professionellen Schule, der Kultur und den Errungenschaften in der Kunst ihrer Länder treu.

Tamara Grigorjewa, Kunstwissenschaftlerin der Galerie „Non omnes“, Mitglied der Vereinigung der Kunstwissenschaftler und Kun

 

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